Die Erfindung des ersten beweglichen Plüschbären 1902
Die Erfolgsgeschichte des Steiff Teddybären begann im Jahr 1902: Richard Steiff, ein Neffe von Margarete Steiff, entwickelte im Stammsitz Giengen an der Brenz den weltberühmten Bären „55 PB“. Die Bezeichnung stand für seine Maße und Eigenschaften: 55 Zentimeter groß, P für Plüsch und B für beweglich. Er war der erste Plüschbär überhaupt mit beweglichen Armen und Beinen. Gefertigt wurde diese historische Figur aus edlem Mohairfell und ausgestattet mit klassischen Glasaugen, womit ein Meilenstein der Spielzeuggeschichte gesetzt wurde. Bis heute orientieren sich viele Modelle der Manufaktur an diesem historischen Vorbild aus Giengen an der Brenz.
Namensgebung durch Theodore Roosevelt und die Brummstimme
Seinen heute weltbekannten Namen verdankt der Plüschbär einer historischen Begebenheit in den USA: Der Name „Teddy“ geht direkt auf den damaligen US-Präsidenten Theodore „Teddy“ Roosevelt zurück. Durch diese Verbindung gewann der Bär rasch international an Bekanntheit und wurde zum Synonym für den Plüschbären schlechthin. Eine weitere prägende Innovation folgte im Jahr 1908: Ab diesem Zeitpunkt stattete die Manufaktur ausgewählte Bären mit einer charakteristischen Brummstimme aus, die beim Bewegen der Figur ertönt und den Bären noch lebendiger wirken lässt.
Ein Erbstück über Generationen mit dem original Knopf im Ohr
Ein Steiff Teddybär ist häufig mehr als ein reines Spielzeug – er wird über Jahre hinweg behütet und als wertvolles Erbstück innerhalb der Familie weitergegeben. Gefertigt aus hochwertigen Materialien wie Mohair, Plüsch und Filz verkörpern die Figuren das Firmenmotto: „Für Kinder ist nur das Beste gut genug.“ Jedes Original trägt das 1904 von Franz Steiff entwickelte Markenzeichen: den Metallknopf im Ohr. Das dazugehörige Ohrfähnchen fungiert als Farbcode: Das gelbe Fähnchen kennzeichnet Produkte für Kinder, während das weiße Fähnchen edle Sammlerstücke ausweist. So begleitet ein einziger Bär mitunter mehrere Generationen einer Familie. Ob als erstes Geschenk im Kinderzimmer oder als sorgfältig gehegtes Stück in der Vitrine eines Sammlers: Der Teddybär aus Giengen an der Brenz steht für eine Formensprache, die sich seit über einem Jahrhundert bewährt hat.